Die Stationen

Die Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln versorgt ihre stationären Patienten auf zwei Stationen in der Kinderklinik und auf der im St.Vincenzkrankenhaus untergebrachten Früh- und Neugeborenenintensivstation. Sie bildet gemeinsam mit der geburtshilflichen Abteilung des Vincenzkrankenhauses das Perinatalzentrum Datteln.

Die Abteilung behandelt Kinder angefangen von sehr kleinen Frühgeborenen unter 500g Geburtsgewicht bis zu reifen Neugeborenen und intensivbehandlungspflichtigen älteren Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen. Ein Schichtdienst von jeweils 6 Ärztinnen und Ärzten für jede der beiden Intensivstationen, weitere 6 Kinderärztinnen und -ärzte mit der speziellen Qualifikation für Neugeborenenmedizin und pädiatrische Intensivmedizin sowie ein großes Team von Kinderkrankenschwestern - viele mit zusätzlicher Ausbildung für Intensivmedizin - betreut jährlich fast 1000 Patienten.

Auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation im Perinatalzentrum arbeiten Geburtshilfe und Neonatologie eng beieinander - "Tür an Tür" - um die zum Teil sehr kleinen und unreifen Patienten optimal versorgen zu können. Neben den sehr kleinen und unreifen Kindern werden insgesamt 400 - 450 Patienten jährlich hier betreut. So wird den am meisten gefährdeten Kindern nach der Geburt ein u.U. risikoreicher Transport erspart und - was genauso wichtig ist - die Kinder werden nicht von der Mutter getrennt. Das Zentrum ist eines von 17  Zentren, die um 1990 herum in Nordrhein-Westfalen gegründet wurden. Es ist als eine Einrichtung der maximal möglichen Versorgung konzipiert und anerkannt.

Neben dem speziell ausgebildeten Team für Neonatologie kümmern sich bei Bedarf viele andere Spezialisten aus unterschiedlichen Richtungen der Kinderheilkunde um besondere Probleme der kleinen Patienten.

Weitere Bestandteile des Versorgungsangebotes beinhalten psychologische und seelsorgerische Betreuung von Patienten und Familie, Stillberatung für junge Mütter, Beratung für das Kind betreffende Probleme bereits in der Schwangerschaft und Anleitung und Wissensvermittlung im besonderen pflegerischen Umgang mit den kleinen Patienten.

Auch nach der Entlassung ist die Betreuung und Versorgung der Kinder nicht beendet. Bei Bedarf kümmert sich das Team der ambulanten Pflege z.T. über etliche Wochen und Monate weiter um die Belange der Kinder und Familien. Das Team des sog. "Bunten Kreises" organisiert und optimiert die auch nach der Entlassung des Kindes noch anfallenden Untersuchungen und evtl erforderlichen Therapie. Durch eine Vielzahl an möglichen Nachuntersuchungen wird die gute Entwicklung der ehemals sehr kleinen und kranken Kinder kontrolliert und bei Bedarf helfend eingegriffen. Dies alles geschieht in enger Zusammenarbeit mit den etablierten ambulanten Versorgungseinrichtungen wie den niedergelassenen Kinderärzten, Frühförderstellen etc.